10.06.2015

1. Etappe Rennbericht

 

Hart, härter, Alpentour! 

 

Nichts für "halbe Hemden" war der Startschuss zur 17. internationalen Alpentour der Mountainbiker in Schladming. Mit einem neutralisierten Start ging´s zwar gemütlich los, danach gab´s auf der 59 Kilometer langen Strecke aber ein richtiges Gemetzel. Große Hitze und Schlammlöcher bereiteten selbst den abgebrühtesten Profis Kopfzerbrechen, blutige Knie und aufgeschürfte Arme waren nach der Zielankunft nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Mit Vorjahressieger Leonardo Paez gewann zwar ein Favorit, der Kolumbianer kam aber schwer ramponiert an...

 

Leonardo Paez (COL) gewinnt die erste Etappe. Photo: Juliane Wisata

Leonardo Paez (Col./1.): Der Kolumbianer war nach der Etappe kaum ansprechbar, so musste ein Mitglied der Crew übernehmen. "Leonardo hat einen bösen Sturz gehabt und ein tiefes Cut neben dem Auge erlitten. Auch die Hand hat einiges abbekommen, auch ein Bruch ist möglich. Vom blutigen Knie reden wir gar nicht."

Roel Paulissen (Bel./3.): "Phasenweise bin ich einen halben Meter tief im Schlamm gesteckt, dazu haben wir am höchsten Punkt Schee gehabt und der hat sich für mich wie ein Kühlschrank angefühlt. Andererseits habe ich wegen der Hitze viel trinken müssen, vier Flaschen sind sicher draufgegangen. Und am Freitag soll es ja noch heißer werden."

 

Alban Lakata (Ö/4.): "Leonardo ist den steilsten Anstieg megastark gefahren, da hat er dem Rest der Spitzengruppe auf 600 Höhenmeter gute drei Minuten gegeben. Bei der Abfahrt ins Tal haben wir zwar aufgeholt, aber hingekommen sind wir nicht mehr."

 

Rourke Croesser (RSA/6.): "Die Hitze hat mir voll getaugt, für mich war sie ein Segen. Das Panorama hier ist wirklich unglaublich, aber die Anstiege sind so steil gewesen. Dafür habe ich noch eine gute Position ergattert."

 

Urs Huber (Sz/16.): "Ich hab ziemlich gelitten, bin auch gestürzt. Am höchsten Punkt, dem Giglachsee, ist es echt hart gewesen."

 

Markus Bauer (D/20.): "Es ist immer wieder gefährlich gewesen. Wie viele andere Fahrer habe ich die spitzen Steine und die steilen Passagen unterschätzt. Es ist meine Premiere bei der Alpentour und ich habe ehrlicherweise mit mehr Schotter gerechnet. Pech ist auch gewesen, dass ich eine Trinkflasche verloren habe und länger auf dem Ttrockenen gesessen bin."

 

Jonathan Schottler (US/54.): "In den ersten 45 Minuten ist es mir richtig schlecht gegangen und die Strecke hinauf zu den Giglachseen istt eine Frechheit. Im Ernst: Die Etappe ist echt schön, aber sehr anspruchsvoll gewesen."

Sally Bigham (Gbr/1.): "Ich habe nicht gewusst, was ich hier erwarten kann. Mir taugt´s eigentlich immer, wenn ich in Österreich starten kann. Die Anstiege sind ziemlich hart gewesen, die ganze Etappe hat mich an meine Grenzen gebracht. Aber jetzt bin ich einmal vorne und werde meine Führung verteidigen."

Christina Kollmann (Ö/2.): "Es ist sehr hart gewesen, die Etappe hat alles gehabt. Für mich ist das hier die ideale Vorbereitung auf die WM in zwei Wochen. Ich bin ja in Schladming geboren, daher ist die Alpentour für mich etwas Spezielles. Und die erste Etappe ist mit Platz zwei ja schon sehr gut gelaufen."

 

Kate Flucker (Nzl/3.): "Die Strecken hier sind ganz ähnlich wie in Neuseeland, nur noch etwas steiler. Mein Ziel ist es jetzt, dass ich gut platziert bleibe, auch wenn ich überrascht gewesen bin, dass ich überhaupt Dritte geworden bin. So gut ist mir die Fahrt im ersten Moment gar nicht vorgekommen."

 

Peta Mullens (Aus/4.): "Ich bin erst am Vortag um zehn Uhr Vormittags in der Schweiz aufgewacht und wollte eigentlich zu einem Straßenrennen nach Großbritannien fahren. Das Team hat dann aber geschaut, ob es irgendwo näher ein Rennen gibt und jetzt sind wir hier. Ich bin auch schlecht ins Rennen gestartet, bin lange um Platz zehn gelegen. Da hat mich dann auch mein Freund Jarrod, der in der Masters-Klasse unterwegs gewesen ist, überholt. Dann ist´s bei mir aber mit jedem Meter besser geworden und hab nicht nur viele Konkurrentinnen, sondern auch noch meinen Freund stehen gelassen."

 

 

Endstand: Herren:

 

1. Paez (Col) 2:50:31,5

2. Longo (It) +0:32

3. Paulissen (Bel) +0:47

4. Lakata (Ö) +1:09

5. Geismayr (Ö) 1:10

 

Damen:

1. Bigham (Gb) 3:27:17,4

2. Kollmann (Ö) +3:09

3. Fluker (Nzl) +6:46

4. Mullens (Aus) +7:24

5. Michiels (Bel) +9:54

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